Veranstaltungskalender

25. August bis 15. September
Ausstellung des Halleschen Kunstvereins
„BAUHAUS und bildende Kunst in Sachsen-Anhalt heute – Malerei, Grafik, Plastik, Grafikdesign, Fotografie, Kunsthandwerk“

14. und 15. September
„Tage der offenen Ateliers“

15. September
Teilnahme am „Brückenfest“

13. bis 27. Oktober
Künstlermitglieder des Halleschen Kunstvereins – Malerei, Grafik, Plastik, Grafikdesign, Fotografie, Kunsthandwerk

16. und 17. November
Samstag :
> Vernissage der Hausausstellung
> Kunstversteigerung zugunsten des Verein zur Förderung der Palliativmedizin
am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara e. V.
> Hausfest mit und im Künstlerhaus 188
> Kunstverkauf
Sonntag :
> Hausfest mit und im Künstlerhaus 188
> Kunstverkauf

16. November bis 1. Dezember
Hausausstellung „ein Haus und seine Künstler 4“


Fortbildung „Gestalter*in im Handwerk“

neuer Kurs startet am 27. September 2019

Sich in Dingen und Materialien ausprobieren, die persönliche Wahrnehmung verfeinern, Herangehensweisen anderer kennenlernen, sich austauschen, Wissen vernetzen, Raum für Ideen bekommen – unabhängig von Kundenwünschen und Aufträgen. Neues aneignen, Bekanntes bereichern – wirtschaftlich und persönlich.

Die Weiterbildung „Gestalter*in im Handwerk“ steht allen gestaltungs­interessierten Handwerkern offen. Eine wesentliche Bereicherung des Unterrichts ist hierbei die Teilnahme unterschiedlicher Gewerke in einer Gruppe. Man beschäftigt sich mit Aufgabenfeldern außerhalb seines Gewerks, lernt unterschiedliche Herangehensweisen und Denkstrukturen kennen und erhält dadurch einen neuen Blick auf seine eigene Arbeit.

weitere Informationen und Anmeldung

 


Kursangebote

Das Vereinsprojekt Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“ bündelt all seine Vermittlungsangebote.
Dass sich im Künstlerhaus 188 nicht nur Künstler und Handwerker unterschiedlichster Gewerke untereinander begegnen, sondern auch Laien und Erprobte unterschiedlichen Alters, ist ein Gewinn und steht in einer langen Tradition des Hauses.
Zeichnen, Malen, Lithografie, Radierung, Schmuckgestaltung, Keramik, Fotografie, Kalligrafie… das freie Kursprogramm, fördert genau diesen zwischenmenschlichen Austausch und die verbindende Kraft von Kreativität, Ausdruck und handwerklichem Können.

Die Tradition der gemeinsamen Projektwoche mit Förderschülern wechselnder Schulen wird auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Die verlinkte Dokumentation gibt Einblicke in ein vergangenes Projekt.

 


Steindruck-Schnellpresse

Traditionelle künstlerische Drucktechniken werden in Deutschland und Europa heute vor allem von bildenden Künstler/innen gepflegt. Von den 60.000 bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Künstlern/innen in Deutschland waren auf Basis einer Umfrage des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) im Jahr 2014 rund 20.000 druckgrafisch tätig. […]
Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. In Deutschland stehen Johannes Gutenberg und Albrecht Dürer stellvertretend für die Anfänge dieser Innovation. Gutenbergs Entwicklung der beweglichen Letter um 1450 begründete den Hochdruck und führte dazu, dass Wissen nun von Einzelnen an viele Menschen weitergegeben werden konnte. Seit 1500 bis Ende des 18. Jahrhunderts waren der Kupfertiefdruck und der Hochdruck die einzigen Medien für bildliche Darstellungen. Ab 1800 kamen der Steindruck und ab 1850 der Lichtdruck als neue Flachdruckverfahren hinzu, mit denen auch mehrfarbige Reproduktionen möglich wurden. Um 1900 kam das Durchdruckverfahren des Siebdrucks mit seitenrichtiger Vorlage auf. Alle anderen Verfahren basieren auf einer manuell hergestellten, seitenverkehrten Druckvorlage. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte unter Beibehaltung der Grundprinzipien der Übergang von der Handwerkstechnik zum industriellen Druck. Die Handpressen wurden von den Druckmaschinen verdrängt. Die Künstlergruppe „Die Brücke“ um 1910 oder die Collagenkunst des „Dada“ um 1920 sind zweifellos Höhepunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit Drucktechniken. Damit konnte erstmals eine Demokratisierung der Kunst einsetzen, denn durch die Auflagen sank der Preis und der Kundenkreis für Kunst wurde größer. Mit der Einführung des Offsetdrucks und des Fotosatzes in den 1960er Jahren sowie der Umstellung von der manuellen auf die computerbasierte Herstellung von Druckvorlagen in den 1990er Jahren kam es zu einer endgültigen Trennung zwischen manuell-künstlerischen und rein industriell gefertigten Drucksachen.“

Deutsche UNESCO-Kommission

Geschichte der Steindruck-Schnellpresse des Künstlerhaus 188

1890 – 1904
Die Herstellung der Steindruck-Schnellpresse ist in diesen Zeitraum einzuordnen. Sie wurde von der Maschinenfabrik Schmiers, Werner & Stein Leipzig gebaut. Als Beleg dient ein in Privatbesitz befindliches Maschinenschild mit der Maschinen-Nr. 1626 sowie eine schriftliche Bestätigung über einen Reparaturauftrag der Familie Koenig & Bauer (Vertragswerkstatt Leipzig).
Nach ihrer Fertigstellung wurde sie von der Druckerei C. Anton Tappen in Hohenstein/Sachsen gekauft.

1906
Kurz darauf erfolgte die Druckereiverlegungen von Hohnstein nach Ernstthal/Sachsen. Die Steindruck-Schnellpresse wurde mit umgesetzt.

1911 – 1961
In diesem Zeitraum war die Maschine im Besitz von zwei Generationen der Familie Fretschneuer-Wulke, die als Nachfolger die Druckerei C. Anton Tappen weiterführten. Die Steindruck-Schnellpresse war bis 1961 im Druckeinsatz.

1986
Ein viertel Jahrhundert später wurde die Maschine nach Halle an ihren heutigen Standort im 188 aufgebaut, um sie zukünftig für den künstlerischen Steindruck einzusetzen.

1985 – 1993
Im Jahr 1985 wurde die Weingärtenschule nicht mehr als Schule benötigt und vom Rat des Bezirkes als Zentrum für bildende Kunst zur Verfügung gestellt und mit einer Vielzahl von Werkstätten ausgestattet.

Seit 1994
Anfang 1994 wurde das Betreiben des Künstlerhaus 188 an den Trägerverein Künstlerhaus 188 e.V. übertragen, welcher durch Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V. sowie Kunst und Form e.V. gegründet wurde.

1996 – 1998
Im Rahmen des Projektes „Stein-Zeit-Zeichen“ nahm Frank Hiller (Drucker) technische Verbesserungen vor.

gesetzte Ziele

Das Künstlerhaus 188 träumt davon, dass seine Druckwerkstätten von Künstlern* und Interessierten jedweden Alters genutzt werden können – sei es für die Umsetzung eigener Ideen, das Erlernen und Erleben der Techniken oder die Beauftragung einer Druckumsetzung. Unsere Absicht ist es, die Kunst-Schätze der Region Halle (Saale) in ihrem Tun und in ihrer Sichtbarkeit zu bestärken.
Die ersten Schritte wurden durch Sara Möbius (Grafikern) tatkräftig angegangen. Sie überarbeitete die Grundstruktur der Radierwerkstatt, erweiterte dessen Ausstattung und ergänzte eine weitere Druckpresse.
Eine Spende der Saalesparkasse ermöglichte notwendige Anschaffungen.
Vergangenes Jahr kontaktierten uns Olaf Grüner, Hans-Rainer Otto Rausch und René Schäffer (Vorsitzender des BBK Sachsen-Anhalt) mit dem Wunsch, die alte Steindruck-Schnellpresse – liebevoll „Oma“ genannt – wieder in Gang setzen zu wollen.
Olaf Grüner war bis Ende 1993 als Drucker im 188 tätig. Hans-Rainer Otto Rausch war am Aufbau und der Inbetriebnahme der Steindruck-Schnellpresse beteiligt.
Nach einer Räumaktion mit vielen ehrenamtlichen Helfern, arbeitet Olaf Grüner mit Unterstützung von Hans-Rainer Otto Rausch unermüdlich an der Instandsetzung der Steindruck-Schnellpresse.
Der Tag der Duckkunst ist für das 188 ein erster Auftakt, um im Folgenden einen Projektantrag zu erstellen und Förderer für die Zielstellung zu gewinnen.

„Durch die Renovation der Steindruck-Schnellpresse würde sich für viele Künstler* die Möglichkeit bieten, experimentell in großen Formaten auf dem altbewährten, fast in Vergessenheit geratenen, künstlerischen Gebiet des Steindrucks zu arbeiten und die erzielten Ergebnisse in größerer Auflagenhöhe zu drucken.
In Dresden und Leipzig finden Lithografie-Symposien und Schaudrucken mit gleichartigen Maschinen bereits statt und auch in Halles Künstlerkreisen gibt es schon Interessenten.
Die Präsentation und Nutzung dieses technischen Denkmals ist ein guter Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der handwerklich- und künstlerisch wertvollen Technik des Steindrucks.“
Olaf Grüner

Der BBK Sachsen-Anhalt unterstützt das Vorhaben insbesondere mit Hinblick auf seine grafisch tätigen Mitglieder.

Sollten Sie dieses Vorhaben finanziell, mit Ideen oder persönlichem Einsatz unterstützen wollen – kontaktieren Sie uns!


Hallesche Erklärungen der Vielen

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt.

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus eines der größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. Kunst wurde als „entartet“ diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende. Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, die urbanen und ländlichen Orte der Kultur als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. In einer Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n! Der Boden, auf dem wir gemeinsam stehen, ist das Grundgesetz. Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne und ins Programm eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur. Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden. In unserem Bundesland Sachsen-Anhalt arbeiten zahlreiche rechtsradikale und rechtsextreme Kräfte Hand in Hand und versuchen mit Macht, unsere demokratische weltoffene Gesellschaft abzuschaffen. Dem stellen wir uns entgegen. Wir als Unterzeichnende der halleschen Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung.

Es geht um uns Alle.
Daher: Kultur für Demokratie. Die Kunst bleibt frei!

weitere Informationen unter www.dievielen.de


Kontakt

Künstlerhaus 188 e.V.
Böllberger Weg 188
06110 Halle (Saale)

Zentrale 0345 23117 0
Marina Hoffmann 0345 23117 13
Anne Holderied 0345 23117 15
Dorothea Tiedke 0345 23117 15
Fax 0345 23117 16
E-Mail kontakt@kuenstlerhaus188.de


Verein

Vorsitzender Peter Dehn
stellvertretende Vorsitzende Norbert Bischoff, Dr. Petra Bratzke
Beisitzerinnen und Beisitzer Nora Mona Bach, Prof. Dr. Johann Bischoff, Martin Büdel, Thomas Schindler, Cornelia Weihe
Satzung Satzung_KH188EV
Vereinsregister VR – 21104


Förderer

Stadt Halle (Saale)
Saalesparkasse
Land Sachsen-Anhalt
Dr. Petra Sitte
Druck-Zuck GmbH


Spenden

Für größere und kleinere Anschaffungen wie z.B. ein funktionstüchtiger Brennofen für die Keramik, Holzmaterial für Regale in der Lithografie, Hammer und Beitel, Stapeltrockner für die Schulprojekte, eine zeitgemäße Telefonanlage.

Saalesparkasse
Künstlerhaus 188 e.V.

IBAN DE51 8005 3762 0388 7793 91       BIC NOLADE21HAL


Mieter

Förderkreis der Schriftsteller in Sachsen-Anhalt e.V.
Vorsitzender Michael Spyra

Hallescher Kunstverein e.V.
Vorsitzender Dr. Hans-Georg Sehrt (1942 – 1919), stellv. Vorsitzender Lutz Grumbach

Landesverband Sachsen-Anhalt deutscher Komponisten e.V.
Vorsitzender Prof. Thomas Buchholz

hallesche Urania e.V.
Geschäftsführer Andreas Krack

schillerBühne halle e.V.
Vorsitzende Heidrun von Strauch

Singschule Halle (Saale) e.V.
Vorsitzende Anna Ullrich

Milly Aßmann

Claudia Baugut

Gabi Berger

Walter Böhm

Georg Böttcher

Christiane Budig

Steffen Christophel

Sarah Deibele

Ingrid Domke

Uwe Duday

Annett Fritzsche

Ondine Frochaux

Marcus Jacobi

Brudloff

Philipp Liehr

Hans-Joachim Naumann

Bernd Neumeier

Dirk Neumann

Birgit Schatz

Hannes Scheffler

Thomas Schindler

Prof. Gerhard Schwarz

Jan Thomas

Sylvie Viain

Cornelia Weihe

Dr. Uwe Wolfradt


Grafik: Fiederike von Hellermann


Impressum

Vorsitzender Peter Dehn
Vereinsregister VR – 21104
Amtsgericht Halle-Saalkreis
Steuer-Nummer 110/142/46284
Finanzamt Halle-Nord


Haftungsausschluss

geschlechtsneutrale Formulierung

Zur Frage geschlechtsneutraler Formulierungen auf unserer Internetseite verweisen wir auf den Artikel  „An Eides statt“ von Dr. Renate Luckner-Bien in „Die Burg Giebichenstein in Halle, alphabetisch geordnet. Eine Hochschulenzyklopädie“, Halle 2015, S. 32 f.
„Die Autorinnen und Autoren dieses Buches versichern ihren Leserinnen und Lesern, dass ihnen die Gleichstellung von Männern und Frauen grundsätzlich ein vordringliches Anliegen ist, und sie aus diesem Grunde eine sprachlich geschlechtsneutrale Darstellung präferieren. Die Redaktion hat die damit verbundene Frage beiseitegelassen, ob sprachliche Formulierungen an der tatsächlichen Ungleichstellung etwas zu ändern vermögen, und sich, nach intensivem Studium aktueller Erkenntnisse der Gender Studies, in langen Redaktionssitzungen für die Verwendung des generischen Maskulinums – Ausnahmen bestätigen die Regel – entschieden. Die Verwendung des großen Binnen-I (StudentInnen) und Schrägstrichs (Studentin/Student resp. Student/-in), von Klammern (Student(inn)en), Unterstrichen (Student_in), Sternchen (Student*in) oder Großbuchstaben (StudentIN) sind allesamt gut geeignet, erst die Grafikerin/den Grafiker und dann die Leserin/den Leser in Verzweiflung zu stürzen. […]“

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