Ausstellung

Ein Haus und seine Künstler III

10. November bis 02. Dezember 2018

 

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 09.00–17.00 Uhr, Samstag und Sonntag 10.00–18.00 Uhr

Beteiligte Künstler*innen: Claudia Baugut, Christiane Budig, Steffen Christophel, Ondine Frochaux, Marcus Jacobi, Frank Krüger, Philipp Liehr, Dirk Neumann, Hannes Scheffler, Thomas Schindler, Jan Thomas, Ilkay Unay-Gaillard, Sylvie Viain, Cornelia Weihe, Mal- und Zeichenwerkstatt im Künstlerhaus 188, Förderkreis der Schriftsteller Sachsen-Anhalt e.V., Hallescher Kunstverein e.V., Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“, schillerBühne e.V., Singschule Halle (Saale) e.V.

VERKAUFSAUSSTELLUNG   01. und 02. Dezember 2018
Samstag 14.00 – 22.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr

Eine junge Tradition hat sich etabliert, die wir nicht mehr missen möchten: unsere Hausausstellung „Ein Haus und seine Künstler“. Gemeinsam mit den Künstlern und Vereinen des Hauses, die gemeinsam ihre Arbeiten präsentieren, möchten wir Sie herzlich zur Vernissage am 9. November 2018 um 17 Uhr ins Künstlerhaus 188 einladen.

Die Ausstellung wird von Frau Dr. Anja Jackes, Leiterin des Fachbereichs Kultur der Stadt Halle und Herrn Prof. Ulrich Klieber, Professor für Bildnerische Grundlagen an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle eröffnet und von Klängen der Singschule umrahmt.

Neben der großen Eröffnung und einer sonntäglichen Führung, ist auch in diesem Jahr wieder eine Verkaufsausstellung angesetzt, bei der die Künstler des Hauses ihre Arbeiten zum Verkauf anbieten werden. Zum langen Abend der Galerien am 1. Dezember 2018 und am 2. Dezember 2018 werden hierfür unsere kleineren Ausstellungsräume geöffnet. Versüßt mit Kaffee und Kuchen, Musik, Lesungen, Mitmachaktionen, der Ausstellung unserer Workshopwoche mit geistig behinderten Jugendlichen der Astrid-Lindgren-Schule und einer öffentlichen Probe der schillerBühne im Club 188 laden wir Sie zum vorweihnachtlichen Flanieren, Verweilen und Entdecken ein.

Ein detailliertes Programm für die Verkaufsausstellung finden Sie bei Zeiten auf der Webseite des Künstlerhauses 188 e.V.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch der Vernissage und Verkaufsausstellung „Ein Haus und seine Künstler III“.

REDE von Prof. Ulrich Klieber zur Ausstellungseröffnung

„Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Gäste,
liebe Kunstfreunde,

Ein Haus und seine Künstler. Künstlerhaus 188.
Ein Haus voller Künstler. Ist das nicht anachronistisch?
Ein Haus voller Architekten? Das gibt es nicht.
Ein Haus voller Schreiner? Das gibt es nicht.
Ein Haus voller Lehrer. Auch nicht.
Hier ein Haus voller Künstler. Und es macht Sinn.
Ein Künstlerhaus kann Schutzraum sein. Magnet und Kraftzentrum in einem.
Der Künstler als Einzelkämpfer. Meist im Kampf mit sich selbst. Mit dem Werk.
Er arbeitet in der Regel zurückgezogen. Konzentriert. Manchmal isoliert.
Das Bild von der Mönchstelle fällt mir dazu ein.

Das Atelier. Intimer Raum. Man verschließt die Tür, um sie hin und wieder weit aufzumachen. Man ist unter Gleichgesinnten. Nähe. Auch wenn man sich oft über längere Zeit gar nicht sieht.
Austausch wenn nötig. Um Rat fragen, wenn nötig. Manchmal genügt das Gefühl, das tun zu können.
Manchmal hakt man sich fest …. Der Blick von außen, ein kurzer Kommentar kann da schon nützlich sein.
Man ist unter Gleichgesinnten. Nicht geduldet. Geborgen.
Ein altes Schulhaus ist der ideale Ort für die vielen Ateliers und die Werkstätten.
Weite! Hohe helle lichte Räume. Sie lassen Luft zum atmen.
Die Dinge können wachsen und sich entwickeln.
Sie machen möglich das große Format. Wenn man will. Mehrere Dinge parallel angehen. Wenn man will. Man kann Objekte stehen lassen, wenn man es will. Das Atelier ist kein Ausstellungsraum. Heute zeigen uns die Akteure, was und wie in ihren Ateliers gearbeitet wird.

Diese Präsentation ist ihre Visitenkarte. An uns alle.
Kunst und Lehre. Auch das passiert im Künstlerhaus. Hier weitergeben, was man selbst erfährt in der Arbeit. Handwerkliches Können. Einsichten, Arbeitsmethoden, Wege, Umwege, Labyrinthe, Sackgassen. Und wieder von vorn.
Lehre heißt auch Austausch. Kommunikation. Dialog. Manche Künstler lieben das Künstler – Lehrer, Lehrer – Künstler.
Künstlerische Prozesse in die Gesellschaft hineinzutragen. Aber auch Elfenbeinturm. Beides ist hier möglich.
Über den Tellerrand schauen. Dazu braucht es Kreativität. Inzwischen ein Modebegriff. Aber kreative Prozesse braucht jede Gesellschaft. Und jede Gesellschaft braucht Kunst. Jede Gesellschaft leistet sich Kunst. Jedes große Unternehmen leistet sich mittlerweile bezahlte kreative Animateure. Die aufmischen. Die anregen gegen den Strom zu schwimmen. Die das Unmögliche denken, um es anschließend umzusetzen.

Jede Gesellschaft braucht diese „Hefe“.

14 Künstler tun das hier selbstbestimmt. Von innen heraus. Ihre Unruhe ist der Motor. Hier in der Ausstellung zeigen sie uns ihre neuesten Arbeiten. Wir sind eingeladen zu sehen, was sonst nur hinter verschlossenen Türen geschieht.
Eine Präsentation die neu – und gierig macht.
Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Schmuck, Glas, Installation, Design, Malzirkel. Und vieles mehr. Die Positionen könnten nicht unterschiedlicher sein.

Da ist Cornelia Weihe. Bildhauerin und Malerin. Beides in Korrespondenz miteinander. Die Malerei als Bühnenbild für den wunderbar modellierten kleinen Kopf. Und immer wieder Brüche. Ein rhythmisches Bündel aus Stahldrähten dient als Sockel. Eindringlich. Nachdenklich. Ernst.
Die Fotografien von Marcus Jacobi. Er kommt von der Produktfotografie. Hier schockiert er uns mit seinen bizarren Aktfotografien. Ein nackter weiblicher Frauenkörper so wie wir ihn aus einschlägigen Pin-Up Kalendern kennen. Bizarr die Köpfe. Monster, monströs oder gefangen hinter käfigartigen Gitterstäben. Keine Lust auf Lust. Was ist da geschehen?
Thomas Schindler. Vollblutmaler. Kraftvoll, düster. Mit schwarzem breiten Pinselstrich. Dazwischen flackert ein apokalyptisches Rot und aggressives Grün. Ein modernes Memento mori mit Würfeln, Kegeln, Nägeln, Knochen. Und immer wieder Totenschädel. Christliche Bezüge?
Philipp Lier: hier zu betrachten die Installation eines anonymen Hochhauses. Monotone Fensterfassaden. Tristesse. Der Betrachter wird zum Voyeur. Wir ertappen uns beim geilen Blick hinter die vorhanglosen Fenster. Und sind erschrocken über uns selbst.
Steffen Christophel: Souverän. Gelegentlich erinnert seine klassische Zeichensprache auch an manche Blätter Goyas. Er steht in der langen Tradition der Burg Grafik. Wo die Figurenscharen wie eine Furie über die Köpfe der Akteure hinwegfegen. Und dann sind da die kleinen, feinen Geschichten. Wie der Froschkönig. Wo sich der Betrachter vertiefen, verlieren und entdecken kann.
Frank Krüger: Stierkampf und Schmetterlinge. Eine Malerei Ton in Ton. Braun-schwarz. Patina. An manchen Stellen fast reliefhaft. Dick aufgetragen wie Mauerputz. Oder in den feuchten Putz gedrückt. Subtile Ornamentik. Zunächst plakativ in der Wirkung. Nach und nach wird der Betrachter angezogen auf und in der Oberfläche auf Entdeckungsreise zu gehen.
Jan Thomas: Holzbildhauer. Holzschnitzer. Beruhigte Oberflächen. Aber nie geglättet. Realismus. Schnörkellos. Die Spuren bleiben stehen. In der Zusammenschau wirbelt er die Größenverhältnisse durcheinander. Ja der Hase. So kennen wir ihn. Das Kalb schmilzt ins Kleinstformat. Evolution?
Christiane Budig: Sie ist die Kunstpreisträgerin des Halleschen Kunstpreises. Dieses Jahr. Herzlichen Glückwunsch! Sie zeigt uns einen weiblichen Torso. Fragil. Eine Haut aus Glas. Die Oberflächenbeschaffenheit ist von einer schwärzlichen Struktur überzogen. Wie Absprengtechnik, Patina, entrückt. Kostbar. Verletzlich.
Ikay Unay-Gaillard: Holzschnitt. Die Untersicht auf ein Automobil. Die Sicht des Mechanikers? Nein. Die Sicht des Künstlers! Ein Gewirr von Linienbündeln. Dick und dünn. Ein abstraktes formales Spiel mit Richtungen, Rhythmen, Verdichtungen. Die unser Auge gefangen hält. In einer Arbeit wird erzählerisch. „Overload“. Eine Arbeit voll formalem Witz.
Claudia Baugut: Die Schmuckklasse der Burg ist berühmt unter der Kunsthochschullandschaft Deutschlands. Eigentlich gibt es nur 2 Orte. Halle und München. Claudia Baugut gehört zu den herausragenden Schmuckkünstlerinnen in Halle und hat ihre unverwechselbare Formensprache entwickelt. Schmuck als kleinplastische Skulptur. Nie nur das Schmückende. Formal streng in der Form. Die Inspiration oft durch die Natur. Mikrokosmos. Die Fotografie von Carl Blosfeld zu einer Arbeit. Die kurzen dicken Klötze, übereinander gelegt wie Pfähle einer Grenzsperre. In Addition zusammengehalten.
Dirk Neumann: seine neuen feinen Zeichnungen muten an wie Druckgrafiken. Sie tun so als könnten sie auch Lithos sein. Er spielt und irritiert. Er spricht auch mit den Gegenständen. Die schwarzen Pillenkapseln fliegen uns entgegen wie Weltraummüll. Gleichmäßig, langsam, in Zeitlupe. Dann gibt es da die Verstrickungen. An der Grenze zur Abstraktion. Wie der Blick durchs Mikroskop. Gefährlich.
Sylvie Viain: Ihre Zeichnungen – ganz klein, ohne ganz klein zu sein. Fein. Sensibel, wunderbar erfasst das Gesicht eines jungen Mädchens. Wie rasch hingeschrieben. Alles da. Alles stimmt.
Ondine Frochaux: Ich kenne sie als Malerin. Hier präsentiert sie sich mit Holzschnitten. Handabzüge. Ihre Arbeiten erzählen Geschichten. Märchenhaft. Positiv. Negativ. Schwarz – weiß spannend in Bezug gesetzt. In einer Arbeit wird sie plötzlich politisch. „Du nicht – oder die Parallelgesellschaft“. Man muss sich verlieren, vertiefen, um die Botschaften lesen zu können. Die strenge Struktur des Gitterzaunes fällt sofort als erstes ins Auge.
Hannes Scheffler: Musiker und Möbelbauer. „Baby Universal“ seine Band. Möbeldesign. Seine Objekte sind handwerklich perfekt umgesetzt. Das filigrane Tischobjekt mit feinsten Verästelungen fließt fächerförmig nach oben auseinander. Wie Jugendstil. Vielleicht nicht ganz abwegig?
Mal- und Zeichenwerkstatt. Die Gruppe um Gerhard Schwarz. Uwe Dudai,Birgit Schatz, Georg Böttcher, Walter Böhm, Elke Jänicke, Hanne Mode, Annett Fritzsche, Bernd Neumeier, Milly Assmann, Ingris Domke, Hans-Joachim Naumann – Sie treffen sich regelmäßig. Gerhard Schwarz und seine Kollegen. Sie arbeiten zusammen und tauschen sich aus. Sehen was die anderen tun. Was die anderen anders machen. Wie. Warum. Künstlerischer Austausch. Voneinander lernen. Auch in der Abgrenzung. In der Unterschiedlichkeit. Unterschiedlich in der Form, in der Technik. Naturalismus, Aquarell, Drucktechnik, Gerhard Schwarz. Seine „Schollen“. Sie sind stark abstrahiert. Linie, Fläche, Form. Er war über viele Jahre einer meiner geschätzten Kollegen an der Burg. Kunst und Lehre.

Keramikkurse. Auch hier sehen wir Beispiele. Aus einem Kurs mit René Reichenbach. Wo sie mit geistig Behinderten gearbeitet hat. Titel: „Fremde Freunde“. Gewandfiguren. Unterschiedliche Gewänder in Farbe, Ornament, Dekor, Oberflächengestaltung. Die Variation der Variation. Oder alles anders. Das ist es, was die Welt so bunt und liebendwürdig macht.

Künstlerhaus 188. Ich erinnere mich noch. Das ist viele Jahre her.
Krisensitzung mit Jürgen Weißbach und Vertretern der Stadt. Sorgenvolle Sitzung. Was wird aus dem Künstlerhaus?
Heute ist das 188 wieder voll da! Die Wiederbelebung.
„Eine Renaissance der Druckwerkstätten“. Zitat: Dirk Neumann.
Schüler arbeiten an Projekten den ganzen Tag: „Macht und ihr habt hier die Freiheit“.
Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“.
Handwerksmeister bekommen eine Art Grundlagenausbildung in Farbe, Fotografie, Gestaltungslehre.
Die Teilnehmer kommen von überall her. Aus Berlin, Brandenburg, Thüringen.
Wir sehen aus dem Kurs „Gestalter im Handwerk“ eine Installation (die Koje), die unter der Leitung von Chong Lu innerhalb der letzten 3 Tage entstanden ist. Thema: Bibliothek der Zukunft. Und die Grundidee dabei: Kommunikation möglich machen.

Das 188 ist wieder eine „kleine Institution“ geworden und zieht Kreise.
Mehr und Weitere. Die Nachbarn kommen zum Sommerfest.
Die Trennung zur Hochstraße ist längst keine Grenze mehr.
Kooperation zu Schulen. Eine Weihnachtskarte mit der Margarete Friedläder Schule und und und…
„Mehr man power“ damit man das ganze bewegen kann wünscht sich Anne Holderied. Das wär’ schön!
Und dann sind da ja noch weitere Potentiale. Da ist die Schiller Bühne mit Heidrun von Strauch. Bühnenbild?
Da ist der Schriftstellerverband mit Michael Spyra.
„Gibt es da einmal ein gemeinsames kleines Künstlerbuch?“
Die Singschule Halle mit Inge Feyen und alle mal was zusammen?
Das wär’ doch was!

Aber heute: Ein Haus und seine Künstler III.
Herzlichen Glückwunsch zur Ausstellung!“

Unterstützer
Dr. Katja Pähle, Fraktionsvorsitzende der SPD Landtagsfraktion
Hagen Reda, Heinz Knoche Bestattungen
Frank Sitta, Stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, Mitglied des Deutschen Bundestages
Sigrid Goltz
Saalesparkasse
und Stadt Halle (Saale)


Kursangebote

Das Vereinsprojekt Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“bündelt all seine Vermittlungsangebote.
Dass sich im Künstlerhaus 188 nicht nur Künstler und Handwerker unterschiedlichster Gewerke untereinander begegnen, sondern auch Interessierte Laien und Erprobte unterschiedlichen Alters, ist ein Gewinn und steht in einer langen Tradition des Hauses.
Zeichnen, Malen, Lithografie, Radierung, Schmuckgestaltung, Keramik, Fotografie, Kalligrafie… das freie Kursprogramm, fördert genau diesen zwischenmenschlichen Austausch und die verbindende Kraft von Kreativität, Ausdruck und handwerklichem Können.


Hallescher Kunstpreis 2018

Christiane Budig

23. November 2018 – 13. Januar 2019

Der jährlich vom Kunstverein Halle e.V. verliehene Hallesche Kunstpreis geht dieses Jahr an die im Künstlerhaus 188 verortete Glaskünstlerin Christiane Budig. Für ihre »fantasievollen Glasobjekte und gegenständlichen sowie figürlichen Glaswerke in handwerklicher Perfektion« und dem »in diesem Material ungewöhnlichen erzählerischen Duktus« ihrer Objekte wird sie am 22. November 2018 im Literaturhaus Halle ausgezeichnet.

Öffnungszeiten
Donnerstag bis Sonntag jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr

Ort
Literaturhaus Halle (Saale) im Kunstforum der Saalesparkasse, Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)

„Der vom Halleschen Kunstverein ausgelobte und von der Stadt Halle unterstützte Preis wird gemäß Votum des dafür zuständigen ehrenamtlich tätigen Kuratoriums der in Halle tätigen Glasgestalterin Christiane Budig verliehen

Mit der Vergabe dieses Ehrenpreises wird die Künstlerin Christiane Budig für ihre fantasievollen Glasobjekte und gegenständlichen sowie figürlichen Glaswerke in handwerklicher Perfektion geehrt. Dabei schafft sie mit den verschiedenartigen Verarbeitungstechniken – mitunter auch unter Einbeziehung anderweitiger Materialien wie Metall, Textil, Holz, Federn usw. – ganz eigenständige ungewöhnliche Arbeiten von besonderer künstlerischer Ausdruckskraft. Ihnen ist oft ein in diesem Material ungewöhnlicher erzählerischer Duktus eigen. – Christiane Budigs bereits recht umfängliches Werk wurde bereits in einer ganzen Reihe von Personalausstellungen und mit zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen u.a. im Kunstmuseum Moritzburg Halle  und weit darüber hinaus gewürdigt, so in New York, Strassbourg, Prag, Montpellier, aber genauso in Leipzig, München und Karlsruhe.
Christiane Budig wurde 1969 in Luckenwalde geboren und hat an der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihr Studium der freien Künste, Fachbereich Glas/Malerei und Grafik 2002 u.a. bei Professor Christine Triebsch mit dem Diplom abgeschlossen. Seitden ist sie freischaffend in Halle tätig. Zusätzlich hat sie noch ein Aufbaustudium Kunsttherapie an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden absolviert. Für ihr bisheriges Schaffen wurde sie bereits mit einigen Preien ausgezeichnet, so u.a. dem 1.Preis des internationalen Glaskunstpreises Jutta Cuny-Franz-Award.

Die im „Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse“ (Bernburger Straße 8, 06108 Halle) stattfindende festliche Vergabe des Halleschen Kunstpreises 2018 erfolgt durch den Oberbürgermeister der Stadt Halle Dr. Bernd Wiegand und den 1. Vorsitzenden des Halleschen Kunstvereins Dr. Hans-Georg Sehrt am 22. November 2018 (18 Uhr).
Die Preisplastik in Bronze hat der bekannte hallesche Bildhauer Professor Bernd Göbel geschaffen, die Stiftung der Saalesparkasse unterstützt die Preisvergabe mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Der Hallesche Kunstverein wird weiterhin unterstützt von den Firmen Dachbau Nord GmbH, Bausan GmbH und BEDAX GmbH.

Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Personalausstellung „Christiane Budig – Glasplastik“ im Literaturhaus Halle eröffnet.“

Dr. Hans-Georg Sehrt

 


Vorankündigung

Ausstellung zur Projektwoche mit Förderschülern der Astrid-Lindgren-Schule

01. – 05. Dezember 2018

FINISSAGE: 5. Dezember 2018, 15.00 Uhr

Die Tradition der gemeinsamen Projektwoche mit Förderschülern wechselnder Schulen wird auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Die verlinkte Dokumentation gibt Einblicke in das vergangene Projekt. Die Dokumentation des diesjährigen Projektes ist gerade am entstehen – ein paar Eindrücke vorweg:

 

 

 

 

„Wir alle begegnen in unserer Stadt immer häufiger uns „fremd“ erscheinenden Menschen, die aus vielfältigen Gründen ihre weit entfernten Heimatländer verlassen mussten. Zu dem gemeinsamen Ziel, diese Menschen gut und unmittelbar in das Leben in unserer Stadt zu integrieren, möchten wir mit unserer Projektwoche einen Beitrag leisten.

Auch Kinder und Jugendliche begegnen in ihrem Lebensumfeld Gleichaltrigen mit anderer Hautfarbe, die eine andere Sprache sprechen, andere Rituale pflegen und aus vielerlei anderen Gründen zuerst einmal“fremd“ wirken. Hinter diesem anders sein verbergen sich aber Menschen mit Gefühlen und Bedürfnisen, wie wir sie selbst auch haben. Jenseits von Sprachbarrieren und ausländischer Herkunft ist Freundschaft immer möglich und wichtig für uns alle, die wir gemeinsam das Leben in dieser Stadt mitbestimmen und prägen.

Denn wenn man sich auf ihn einlässt, ist zu entdecken, dass dieser „Fremde Freund“ ähnliche Freuden und Ängste spürt, in bestimmten Situationen ähnlich wie wir selbst empfindet oder reagiert, dass er Dinge gerne tut wie wir oder auch wie wir zu mancherlei keine Lust hat oder gar Angst davor.
Und wir erleben, dass dieser fremde Freund von seinem ehemaligem Zuhause Dinge berichten kann, die faszinieren, uns neugierig machen, die uns zum Staunen bringen, die für uns eine Bereicherung sind, ein dazu lernen, ein bewusstes sich Öffnen dem „Fremden“ gegenüber auslösen können.

Der Umgang mit Stiften und Farben, mit Ton und Werkzeugen beinhaltet die Möglichkeit, sich mit kreativer Phantasie in eine solche Freundschaft hinein zu begeben. Zu diesem Thema zu malen oder zu modellieren, kann ähnlich wirkungsvoll sein, wie wenn man sich etwas von der Seele spricht oder schreibt. Man öffnet sich dem Thema und damit dem Fremden gegenüber.

Die Projektwoche selbst ist für die Schüler tatsächlich auch eine kleine Übung im „fremd sein“ an einem Ort. Denn sie werden in fremder Umgebung mit fremden Projektleitern arbeiten und so ganz persönlich einen kleinen Hauch von Fremdheit spüren können und erleben, wie sich Fremdheit im produktiven und unvoreingenommenen Miteinander in vertraut sein wandeln kann. Die Arbeitswoche ermöglicht aber auch Abstand zum alltäglichen Schulbetrieb und kreative Möglichkeiten, mit Kopf und Hand unterwegs zu sein.
Schön wäre es, wenn die Auseinandersetzung mit dieser Thematik tatsächliche Freundschaften befördern könnte!

Die Ergebnisse der Projektwoche, Zeichnungen, Bilder und Keramiken werden wie in den vorangegangenen Jahren in einer anschließenden Ausstellung im Künstlerhaus 188 zu sehen sein.
Der unmittelbare Gewinn dieses Atelierbesuches im Künstlerhaus 188 besteht jedoch in der damit gegebenen ganz selbstverständlichen Integrationsmöglichkeit von geistig behinderten, jungen Menschen.
In diesem Sinne hoffen wir erneut auf eine fröhliche und produktive Zusammenarbeit mit den Jugendlichen, ihren Betreuern und den Mitarbeitern des KH 188.“ Renée Reichenbach

Förderer: Land Sachsen-Anhalt, Dr. Petra Sitte (Mitglied des deutschen Bundestages, die Linke)


Kontakt

Künstlerhaus 188 e.V.
Böllberger Weg 188
06110 Halle (Saale)

Zentrale 0345 23117 0
Marina Hoffmann 0345 23117 13
Anne Holderied 0345 23117 15
Dorothea Tiedke 0345 23117 15
Fax 0345 23117 16
E-Mail kontakt@kuenstlerhaus188.de


Verein

Vorsitzender Norbert Bischoff
stellvertretende Vorsitzende Dr. Petra Bratzke, Klaus Rezejak
Satzung Künstlerhaus 188 e.V. 2017 PDF
Vereinsregister VR – 21104


Förderer

Stadt Halle (Saale)
Saalesparkasse
Land Sachsen-Anhalt
Dr. Petra Sitte


Spenden

Für größere und kleinere Anschaffungen wie z.B. ein funktionstüchtiger Brennofen für die Keramik, Holzmaterial für Regale in der Lithografie, Hammer und Beitel, Stapeltrockner für die Schulprojekte, eine zeitgemäße Telefonanlage.

Saalesparkasse
IBAN DE51 8005 3762 0388 7793 91       BIC NOLADE21HAL


Mieter

Förderkreis der Schriftsteller in Sachsen-Anhalt e.V.
Vorsitzender Michael Spyra

Hallescher Kunstverein e.V.
Vorsitzender Dr. Hans-Georg Sehrt

Landesverband Sachsen-Anhalt deutscher Komponisten e.V.
Vorsitzender Prof. Thomas Buchholz

hallesche Urania e.V.
Geschäftsführer Andreas Krack

schillerBühne halle e.V.
Vorsitzende Heidrun von Strauch

Singschule Halle (Saale) e.V.
Leiterin Inge Feyen
Vorsitzende Anna Ullrich

Milly Aßmann

Claudia Baugut

Gabi Berger

Walter Böhm

Georg Böttcher

Christiane Budig

Steffen Christophel

Ingrid Domke

Uwe Duday

Annett Fritzsche

Ondine Frochaux

Mika Gebhardt

Marcus Jacobi

Frank Krüger

Philipp Liehr

Hans-Joachim Naumann

Bernd Neumeier

Dirk Neumann

Birgit Schatz

Hannes Scheffler

Thomas Schindler

Prof. Gerhard Schwarz

Jan Thomas

Ilkay Unay-Gaillard

Sylvie Viain

Cornelia Weihe

 


Grafik: Fiederike von Hellermann


Impressum

Vorsitzender Norbert Bischoff
Vereinsregister VR – 21104
Amtsgericht Halle-Saalkreis
Steuer-Nummer 110/142/46284
Finanzamt Halle-Nord


Haftungsausschluss

geschlechtsneutrale Formulierung

Zur Frage geschlechtsneutraler Formulierungen auf unserer Internetseite verweisen wir auf den Artikel  „An Eides statt“ von Dr. Renate Luckner-Bien in „Die Burg Giebichenstein in Halle, alphabetisch geordnet. Eine Hochschulenzyklopädie“, Halle 2015, S. 32 f.
„Die Autorinnen und Autoren dieses Buches versichern ihren Leserinnen und Lesern, dass ihnen die Gleichstellung von Männern und Frauen grundsätzlich ein vordringliches Anliegen ist, und sie aus diesem Grunde eine sprachlich geschlechtsneutrale Darstellung präferieren. Die Redaktion hat die damit verbundene Frage beiseitegelassen, ob sprachliche Formulierungen an der tatsächlichen Ungleichstellung etwas zu ändern vermögen, und sich, nach intensivem Studium aktueller Erkenntnisse der Gender Studies, in langen Redaktionssitzungen für die Verwendung des generischen Maskulinums – Ausnahmen bestätigen die Regel – entschieden. Die Verwendung des großen Binnen-I (StudentInnen) und Schrägstrichs (Studentin/Student resp. Student/-in), von Klammern (Student(inn)en), Unterstrichen (Student_in), Sternchen (Student*in) oder Großbuchstaben (StudentIN) sind allesamt gut geeignet, erst die Grafikerin/den Grafiker und dann die Leserin/den Leser in Verzweiflung zu stürzen. […]“

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