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WerkstättenKeramikwerkstatt Die KeramikwerkstattHalle ist eines der bedeutenden Kunstzentren Mitteldeutschlands. Insbesondere die Keramik, als eigenstndige Kunstform, hat hier vielschichtige Traditionen. Vor allem Lehrer und Absolventen der hiesigen Kunsthochschulen trugen wesentlich zur Entwicklung der freien und Gefäßkeramik bei. Daran anknüpfende sowie weiterführende Arbeits-, Kommunikations- und Innovationsmöglichkeiten bietet die Keramikwerkstatt des Künstlerhauses. So findet hier aller zwei Jahre ein wichtiges internationales Keramiksymposium statt. Stetig wird die weiträumige und technisch gut ausgestattete Werkstatt von professionellen Keramikern und Plastiker, aber ebenso von Laienzirkeln genutzt. Die künstlerischen Druckwerkstättenbieten verschiedene Arbeitsmöglichkeiten, wie Radierung Lithografie, Holzschnitt Offset Die historische Steindruck-Schnellpresse
Geschichte Die jetzt im Besitz des halleschen Künstlerhauses befindliche Steindruck-Schnellpresse wurde von der Firma Schmiers, Werner & Stein aus Leipzig gebaut. Als Beleg dienen ein in Privatbesitz befindliches Maschinenschild mit der Maschinen-Nr. 1626 sowie eine schriftliche Bestätigung über einen Reparaturauftrag der Fa. Koenig & Bauer-Vertragswerkstatt Leipzig. (In der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts hat die Leipziger Vertretung von Koenig & Bauer Serviceleistungen für Maschinen der Fa. Schmiers, Werner & Stein vertraglich übernommen.) Die Steindruck-Schnellpresse wurde von der Druckerei C. Anton Tappen Hohenstein/Sachsen gekauft. 1906 verlegte Tappen seine Druckerei von Hohenstein nach Ernstthal/Sachsen. Die Steindruck-Schnellpresse wurde dabei mit umgesetzt. Aus den genannten Fakten ist das Herstellungsdatum dieser Maschine zwischen 1890 und 1904 einzuordnen. Von 1911 bis 1961 war die Maschine im Besitz von zwei Generationen der Familie Kretschmer-Wulke, die als Nachfolger von Herrn Tappen die Druckerei C. Anton Tappen in Hohenstein- Ernstthal weiterführten. Mit dieser Steindruck-Schnellpresse druckte man dort bis 1961. 1986 übernahm das damalige Zentrum für bildende Kunst aus Hohenstein-Ernstthal eine Steindruck- Schnellpresse. Diese wurde 1997 von der Dresdner Firma Planeta dort demontiert und im Künstlerhaus188 wieder zusammen- gesetzt. Leider geschah dies nicht fehlerfrei. Für die Funktionstüchtigkeit wichtige Teile dieser Maschine wurden nicht angebaut, so zum Beispiel der gesamte Papiertransport und Teile, die das Befeuchten der Druckformen ermöglichen. Diese Fehler wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachfirmen korrigiert. Besonderer Dank gilt dabei dem sächsischen Institut der Druckindustrie Leipzig sowie dem Schlossermeister Gernot Pessel. Nachdem alle bisher bekannten technischen Probleme gelöst waren, wurde die 2. Phase der Rekonstruktion eingeleitet. Hierbei wurden mit dem Künstler Rainer Henze die ersten Probedrucke von der Zinkplatte erstellt. In der Endphase wurde mit Künstlern vom Stein gedruckt. Es zeigte sich, daß die Maschine in guter Qualität im großen Format direkt vom Stein auf Papier druckt. |
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© Künstlerhaus 188 e.V. · 2005 |
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